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Mein Land, du lächelst
mich an Wenige Blumen wachsen an der Straße der Lilien. Der Fleur-de-Lis-Trail
an Cape Bretons Ostküste ist entgegen der Lieblichkeit seines Namens
ein Weg der Schroffheit. Mag sein, dass im Schatten der Bäume,
im Verborgenen der Sümpfe, Lilien wachsen. Dem Auge des Betrachters
aber zeigen sich nur Heide, Schilf und schiefe Föhren. Meerumbraust
und nicht selten von eisigen Stürmen umweht, führt der Fleur-de-Lis
durch Dörfer, deren Häuser man erst viele Kilometer hinter
dem Ortsschild findet, schlängelt sich durch Wälder, die das
Wasser regelmäßig überspült, und das Salz hat die
Bäume erstarren lassen wie Lots Weib. Er schmiegt sich über
viele Kilometer so nahe an die Küste, dass die Wellen an stürmischen
Tagen über den Asphalt rollen, windet sich um Leuchttürme
und Inselchen, über Landzungen und wieder zurück, legt sich
dort, wo der Abgrund nahe ist, in nadelfeine Kurven und streckt sich
dann wieder schnurgerade neben einsamen Stränden aus. Gipfel im Gin Tonic Eine Reise mit der Royal Canadian Pacific Train durch Kanadas Rockies und Historie Über kanadische Bergdörfer und Kleinststädte in den
Rockies mag man denken, was man will. Die Bahnhöfe dort sind jedenfalls
so tot wie die Elchköpfe, die manch ein Bewohner über seiner
Haustür hängen hat. Ein Zug hält hier selten, meist brettern
nur kilometerlang aneinandergereihte Güterwaggons hindurch oder
bleiben über Nacht stehen, im Hintergrund leuchten die Berge, als
habe ein cleverer Requisiteur sie dorthin platziert. Nur wenn Roy kommt,
der mit vollem Namen Royal Canadian Pacific vintage train heißt,
sehen jene Bahnhöfe wieder so aus wie in den alten Kanada-Filmen
über die Tage, als die Wildnis voller Gefahren und eine Zugreise
viel mehr war, als nur eine Fahrt von einem zum anderen Ort. Diesen und weitere Reisetexte aus Kanada können Sie mit dem Kontakformular bestellen 1. Meeresrauschen für Melancholiker
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