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Reise zum Nirgendort
Die Stadt Greifswald tut sich schwer mit Caspar David Friedrichs „Eldena“

Eldena türmt sich zwischen Baum und Acker, kauert zwischen Welle und Furche, von Nebel umgeistert, von Eichen bedroht. Eldena vergeht zwischen Gräbern im Schnee, ist überall und nirgends, ist Schmerz nur, Vergänglichkeit und Melancholie. So jedenfalls sah der Maler Caspar David Friedrich die bei Greifswald stehende Ruine eines Zisterzienserklosters, die er durch seine Bilder bekannt machte.
Eldena ist eigentlich ein Ort, zu Friedrichs Zeiten ein winziges Seebad, inzwischen aber ein Ortsteil der Hansestadt Greifswald. Bei Eldena mündet die Ryck in die Wieck, die Wieck in die Ostsee. Vom Kirchturm kann man über den Greifswalder Bodden und bis nach Rügen hinüberschauen, bei gutem Wetter auch bis zur polnischen Grenze. Man kann die bunten Giebelhäuser der Altstadt sehen, die steilen, schlanken Kirchtürme aus der Hansezeit, die an Schiffsmasten erinnern, und über die der Greifswalder Schriftsteller Wolfgang Köppen sagte, sie „glichen aus rotem Backstein gegen den nie erreichten Himmel gebaut, Festungen tollkühner Planung, vergreist in Wüste, Wildnis und Sumpf“.

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